Das ist ein guter Einwand, mache ich auch, ist aber für den Anfang nicht zwingen, wenn man es übertreiben will, verwendest Du für alles eigene Meßbecher, eigene Thermometer......mache ich teilweise auch so.
Der Grund ist dafür ganz einfach, Du verschleppst keine Chemie.
Es gibt zwei Arten von Zangen, die billigen Plastikdinger, mir fällt ein, da habe ich glaube ich (falls ich sie nicht weggeworfen habe) noch welche von (kannst Du haben Sushi, wenn ich die finde) und die bessere Lösung die guten Edelstahlteile mit den Kunststoffkappen vorne drauf, damit die das Papier nicht verkratzen.
Wenn man eine hat, schleppt man immer auch noch daran die Chemie in die Bäder. - Das tut man mit dem Papier auch! - Ja, stimmt genau, aber da geht es immer nur in eine Richtung! Entwickler, Stop und Fixierer. Wenn man dann aber wieder voren loslegt, weil das Bild wässert, schleppt man Fixierer in den Entwickler und das findet dieser ziemlich doof.
Das ist aber eher ein kleineres Problem, daher kann man das, meiner Meinung nach vernachlässigen für den Anfang, später ist es einfach auch bequemer. Wo ist jetzt diese Zange???
Was meiner Meinung nach mehr Sinn macht, sind eigene Meßbecher für jede Chemie, sofern man keine chemiekalienfesten Glasbehälter nimmt.
Würde ich nicht machen, die sind teuer, schwer und gehen kaputt. So ein leeres, ungefärbtes Glas übersieht man unter Rotlicht gerne und dann liegt es kaputt auf dem Boden.
Ich verwende zum Abmessen Kunststoffmensuren verschiedener Größen und für Minimengen im 1-10ml Bereich, z.B. für das Netzmittel, Einwegspritzen.
Mischen geht dann ganz gut in diesen Billigmeßbechern, allerdings nur mischen und stehen lassen bis zum Einsatz, also etwa Negativentwicklung. Da mischt man am logischerweise am besten alles vorher an, temperiert das und benutzt dann alles nacheinander nd gießt nach gebrauch, vor der entgültigen Aufräumerei alles wieder zurück.
Die Billigdinger für 2-3€ deshalb, weil m.M. alles andere viel zu teuer ist. Ich habe einen guten geeichten Meßbecher, da kommt nur das Wasser rein, was ich dazumuschen muß. Aus den kleineren Mensuren kommt die Chemie in die Billigteile, Wasser dazu, fertig.
Wenn man sich für jede Chemie einen der guten Meßbecher kauft, wird man echt arm und für die Negativentwicklung braucht man sie, wie eben beschrieben parallel. Positiv ginge, aber da mache ich für die Becher keinen Unterschied zwischen Positiv- und Negativchemie.
Die sind bei mir mit farbigem Isolierband am Griff gekennzeichnet, bei mir ist Entwickler immer rot, Stop - gelb und Fixierer immer grün. Dann noch mit Klebeband die unnützen Meßleisten für Mehl, Reis, Zucker oder eben die US-Meßskalen abgeklebt. Fertig ist die Laube.
Hierbei macht die strenge Trennung und Nutzung meiner Meinung nach Sinn. Di Meßbecher sind aus Kunststoff und nehmen Teile der Chemie auf. Da Stopbad den Entwickler killt, ist die Nutzung einer Kanne in der vorher Spopbad drin war für den entwickler zwar nicht zwingen tödlich, aber verringert u.U. die Qualität. Das kann bei homöopatischen Entwicklerlösungen z.B. 1:200 Rodinal schon Schwankungen ergeben. Und drei Becher für 10€ sind was anderes als eine Präsisionsmesskanne für 10€. Da gehe ich kein Risiko ein.
Perfektionisten verwenden auch für die Mensuren jeweils eine eingene für jedes Chemietyp. Da die Teile aber genau sein sollten, sollte man da teure teile nehmen. Man bracuht aber dann für jede Sorte mehrere weil in einer 1l Mensur es sschierer Spaß ist 10ml abzumessen. Oder aber, das Abmessen von 1l in einer 25ml Mensur eine abendfüllende Beschäftigung wird. Da wird der Behälterpark schnell teuerer als der Vergrößerer!
[Angebermodus an] Meiner hat mal 20.000DM gekostet, ohne Zubehör und Objektive

, allerdings nicht mich

[Angebermodus aus]
Die Mensuren nehmen zwar ggf auch Chemiepartikel auf, aber da steht das Zeug nur max 15-60 Sekunden drin, danach geht das sofort in den Mixbecher. Der Fixierer beim Entwickeln steht das mindestens 15min. Daher verzichte ich darauf, kann allerdings trotzdem Nacht noch schlafen.
Hoffe das war nicht zu wirr....
Gruß Thomas