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Objektfotografie und Nachbearbeitung |

Max64
PostRank 1

Mitglied seit 14.07.2009 Beiträge: 2
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Verfasst am 14.07.2009, 17:16:18 Uhr

Hallo,
Ich habe eine Vielzahl an Objekten, jeglicher Form, Groesse und Oberflaeche die ich abfotografieren und anschliessend freistellen moechte.
Um das Freistellen zu automatisieren, muessen die Bilder eine gewisse Qualitaet in Bezug auf Beleuchtung, Kontrast usw. Aufweisen.
Nur leider weiss ich als Laie leider nicht, wie ich das „optimale“ Foto mache. Daher wuerde mich vorallem interessieren, wie ich die Beleuchtung aufbauen kann!? Was fuer Lampen brauche ich???
Natuerlich ist der Hintergrund auch entscheidend! Ich habe bisher schon viel gegoogelt. Dabei bin ich immer wieder auf so ein „Lichtzelt\ Lichtwuerfel“ gestosen. Ich denke, dass dies eine ganz interessante Sache ist. Aber wie muss dabei die Beleuchtung aufgebaut werden.
Gibt es vielleicht auch andere Ansaetze, die ich verfolgen koennte?
Kennt jemand ein Programm, bei dem mit moeglichst wenig Klicks ein Bild gut und leicht freigestellt werden kann?
Danke im Voraus fuer die Hilfe!
Lg Max
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1. Antwort auf: Objektfotografie und Nachbearbeitung |
 Andy

PostRank 9

Mitglied seit 26.10.2007 Beiträge: 828
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Verfasst am 14.07.2009, 19:15:47 Uhr

Hallo Max64,
willkommen im Forum für die digitale Fotografie.
Wenn Deine Objekte nicht so groß sind, dann ist so ein Lichtzelt völlig ausreichend, obwohl Lichtzelt ja irgendwie nicht der richtige Begriff zu sein scheint, da es ja nicht selber leuchtet sondern nur lichtdurchlässig ist. Das Lichtzelt muss also Licht von außen bekommen, dafür werden Studiolampen benötigt. Hier werden in der Regel gleich zwei kleine Lampen mitgeliefert, welche allerdings nicht unbedingt immer ausreichend Licht liefern. Du solltest vielleicht das Lichtzelt einzeln kaufen und etwas mehr in die Beleuchtung investieren.
Die Lampen sollten so aufgestellt werden, dass so wenig wie möglich Schatten vom Objekt geworfen wird, hier dann parallel auch mit einem Aufhellblitz arbeiten. Ein Nachteil von einem Lichtzelt ist vielleicht, das die Objekte etwas matt wirken, das kann man aber hinterher auch ganz leicht im Photoshop, mit z.B. dem Hochpass-Filter retuschieren.
Der Hintergrund spielt, wie Du schon richtig erwähnt hast eine nicht ganz unwesentliche Rolle, hier solltest Du darauf achten, dass der Hintergrund nicht kantig ist sondern eher wie eine Hohlkehle geformt wird, das geht auch prima mit DIN A1 Papier, welches Du einfach gebogen in Dein Lichtzelt reinstellen kannst.
Wenn es Dir möglich ist macht es sich auch gut, wenn Du Dein Objekt nicht unbedingt auf den Boden stellst sondern, wenn Du es etwas vom Boden und der hinteren Wand weg aufstellst. So was kann man mit einem Brett und einem Nagel realisieren, das Brett darf natürlich nicht sichtbar sein. Zum befestigen hilft auch etwas Knetmasse.
Wenn Du dann noch das richtige Spiel zwischen möglichst offener Blende und ausreichend Tiefenschärfe hinbekommst hast Du schon gewonnen. Je weiter Du Deine blende aufmachst, desto besser kannst Du Dein Foto später freistellen, aber wenn Du die Blende zu weit auf machst, wird unter Umständen die Tiefenschärfe nicht reichen, so das Du wieder etwas Abblenden musst. Das musst Du einfach probieren bis Du mit Deinem Ergebnis zufrieden bist.
Als Software kann ich Dir eigentlich den Adobe Photoshop empfehlen, es gibt meiner Meinung nach kein besseres Programm, leider ist der Preis wie ein Schlag ins Gesicht. Am Anfang macht es vielleicht auch Microsofts kostenloser Software Paint.Net (nicht mit der im Betriebssystem integrierten Software Paint verwechseln). Paint.Net kann prima mit Ebenen umgehen und ist auch in der Lage Objekte frei zustellen. Als weitere gute und kostenloser Software wäre Natürlich auch das Programm Gimp zu erwähnen, was mit seinen Möglichkeiten auch schon weit an den Umfang von Adobe Photoshop heran reicht, Gimp ist vielleicht etwas Gewöhnungsbedürftig, aber mit etwas Übung dann auch leicht zu bedienen.
Gruß Andy



Ausrüstung:
Spiegelreflexkamera Nikon D80,
Spiegelreflexkamera Nikon D90,
Nikon DX 18-135mm 1:3,5-5,6G,
Nikon DX 55-200mm VR 1:4-5,6G
Nikon AF Nikkor 50mm f/1.8D
Stativ: Giottos MTL 3271 B + 3-Wege-Kopf Giottos-MH5001
Blitz: Nikon Speedlight SB-900

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2. Antwort auf: Objektfotografie und Nachbearbeitung |

Max64
PostRank 1

Mitglied seit 14.07.2009 Beiträge: 2
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Verfasst am 15.07.2009, 14:25:23 Uhr

Hi,
wuerde als Beleuchtung schon so normale Baustrahler mit selbst gebauten Diffusor reichen? Ich wuerde dann 3-4 Baustrahler nutzen, einen fuer jede Wand. Reicht die Zeltwand als Diffusor aus, oder muss ich dann noch einen zusaetzlichen Diffusor vor die Baustrahler haengen? Den vierten Strahler wuerde ich dann zur Ausleuchtung von der offenen Seite des Lichtzeltes her nutzen. Hier brauche ich dann auf jeden Fall einen Diffusor!
Als Kamera habe ich eine Spiegelreflex Canon 350D Digital Rebel XT. Kann man da noch irgendwelche Einstellungen aendern, damit die Bildqualitaet besser wird? Ich habe gelesen, dass man die Kamera auf bestimmtes Licht, wie die des Baustrahlers, einrichten kann. Man sollte dann die Kelvinzahl der Kamera auf ca. 3000K stellen... hat davon auch schon jemand gehoert oder es sogar gemacht? Masterfrage: Wie geht das an meiner Kamera ;-)?!
@ Andy: Erstmal danke fuer die hilfreiche Antwort(en). Aber mein Ruecken tut immer noch weh, weil ich bei der Preisrecherche fuer Adobe Photoshop vom Stuhl gefallen bin ;-)! Ich glaube ich werde Gimp bevorzugen! Wenn die Filter von Gimp nicht ausreichen, kann ich notfalls selber per Gluas einen Filter in Gimp integrieren. Bin gespannt , ob das so klappt, wie ich mir das vorstelle...
lg Max
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3. Antwort auf: Objektfotografie und Nachbearbeitung |
 Andy

PostRank 9

Mitglied seit 26.10.2007 Beiträge: 828
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Verfasst am 15.07.2009, 15:22:17 Uhr

Hallo Max64,
mit Baustrahlern kann man schon arbeiten, um das evtl härtere Licht etwas weicher zu machen, kann man auch etwas Backpapier an den Baustrahlern befestigen. Baustrahler sind eine recht günstige Alternative zu den professionellen Studioleuchten.
Was die Einstellung zur Farbtemperatur an Deiner Kamera betrifft, kannst Du den Weißabgleich, auf Kunstlicht stellen, wie das genau bei Canon gemacht wird, kann ich Dir leider nicht sagen, da ich mit Nikons arbeite, aber vielleicht meldet sich ja nochmal ein Canonianer hier zu Wort.
Alternativ kannst Du den Weißabgleich auch später ganz leicht am PC anpassen, entweder nach Bauchgefühl, unter dem Motto: Gut ist was Gefällt, oder Du arbeitest mit einer Graukarte, da kannst Du die Farbtemperatur dann mit einem Klick anpassen. Eine Graukarte bekommst Du in jedem Fotogeschäft.
Ich hoffe Deinem Rücken geht es mittlerweile besser . Ja der Adobe Photoshop hat schon einen stolzen Preis, ich habe ihn mir auch nur gekauft, da ich das Programm auch beruflich benötige.
Es gibt aber zum Glück noch Gimp, dessen Funktionen und Möglichkeiten auch super sind, für den Anfang zum Einarbeiten hilft Dir vielleicht auch eine Lern DVD extra für Gimp, wie z.B. hier: klick
Gruß Andy



Ausrüstung:
Spiegelreflexkamera Nikon D80,
Spiegelreflexkamera Nikon D90,
Nikon DX 18-135mm 1:3,5-5,6G,
Nikon DX 55-200mm VR 1:4-5,6G
Nikon AF Nikkor 50mm f/1.8D
Stativ: Giottos MTL 3271 B + 3-Wege-Kopf Giottos-MH5001
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