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20. Antwort auf: Heutige Mondfinsternis |
 Thomas D.
PostRank 4

Mitglied seit 14.03.2011 Beiträge: 120
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Verfasst am 16.06.2011, 11:41:58 Uhr

Meine Herren!
Die Bilder sehen doch sehr gut aus. War leider nicht so erfolgreich, wenn ich auch noch meine Ergebnisse sichten muss, (wird aber wohl erst heute nachmittag/abends etwas daraus) aber vom ersten schnellen durchscollen gestern Nacht, sind die Ergebnisse recht enttäuschend.
Jedenfalls was die Fotos angeht, ich bin aber trotzdem zufrieden, weil ich für spätere Versuche, so glaube ich wenigstens, wichtige Ergebnisse erhalten habe bezüglich Material, Vorgehensweise, Bedienung.
Bei uns kam der Mond erst gegen 2300 Uhr raus und war damit schon nicht mehr totale Finsternis, die sollte ja wohl zu eben diesen Zeitpunkt zu Ende sein.
Jedenfalls habe ich festgestellt, dass die errechnete Mondaufgangszeit bei meiner Wohnlage im Tal PLUS 2,5 Stunden die tatsächliche Beobachtungszeit ergibt.
Dann war aber, abgesehen von ein paar durchziehenden Schäfchenwolken der Himmel recht klar.
Es war für die erhofften tollen Fotos viel zu dunkel und von Blutmond fast nichts zu erkennen, er war bloß dunkler als sonst.
Das Teleskop meine Sohnes ist recht ungeeignet für derartige Aufnahmen, weil zum einen zu wackelig (Stativ und Montage des Rohres), zu unhandlich (Nachführung und Verstellung) und zu Lichtschwach, wenigstens bei diesen Lichtverhältnissen.
Ein erstes Bild, damit ich hier auch etwas zum Besten geben kann, vorab.

Achja, Exifs bzw. Gerät
Bresser, Reflektorteleskop F= 700mm; D=76mm also Blende etwa 11
2fach Barlow-Linse mit T2-Anschluss
EOS 7D mit T2, Fernauslöser, mit USB-Kabel direkt an Laptop anschlossen. EOS-Utility zur Fernsteuerung der Kamera. Liveview auf Latop.
Das allerdings ist eine wirklich nette Sache! Das Monitorbild sah allerdings immer deutlich besser aus als das vom Laptop. Ist zwar kein ausgesprochenes "Grafik"Laptop mit super GraKa, aber auch kein Schrott.
Problem war die Fokussierung von Hand, das Teleskop war recht schwergängig, so dass keine exakte Fokussierung funktioniert hat, alles sehr wackelig. Allerdings befürchte ich, wenn ich das zu sehr gangbar mache, dass es sich aufgrund der schweren Kamera zu leicht verstellen wird. Auslösung war ausschließlich über Laptop oder Fernauslöser machbar, alles andere verwackelte.
1/30 sek bei ISO 800 war zu langsam, wollte aber in den ISO nciht höher, daher Bewegungsunschärfe.
Das der Mond schnell wandert war mir bewußt, aber das auf dem 17" Monitor zu sehen, wie der innerhalb einer knappen Minute quer über den Bildschirm auswanderte war beeindruckend. Hätte ich filmen sollen, Projekt für nächstes Mal Vollmond!
Viel rumprobiert mit Weißabgleich, Belichtungskorrektur..... muss mal sehen was die RAWs sagen, habe aber keinen Plan von RAW-Bearbeitung.
Danach noch ein paar Tests mit 7D und EF 70-300.
War natürlich nicht so schön formatfüllend, brauche da noch Übung mit den Einstellungen, alles natürlich ebenfalls entsprechend dunkel. Aber mit Blende 5,6, ISO 100 und 1/160 deutlich besser machbar. Werde Bilder nachreichen.
Bis denne.
Viele Grüße
Thomas



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Canon EOS 30V und EOS 3 :-)))

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 Thomas D.
PostRank 4

Mitglied seit 14.03.2011 Beiträge: 120
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Verfasst am 16.06.2011, 15:08:57 Uhr

Das bei der ISO noch etwas halbwegs ordentliches raus kam, liegt an der kamera, mit der 400D wäre da nur Rauschen.
Waren meine ersten Mondbilder, der Tatsache geschuldet, dass mein Sohn sich zu Weihnachten das Teleskop gewünscht hat
Wie eigentlich immer bei der Nachtfotografie ist es das Problem zu erkennen, was sehe ich mit meinen Augen und was kann die Kamera abbilden. Hätte nur nicht gedacht, dass es beim mond noch krasser ist, als z.B. bei Bildern in der Stadt, bei denen ich schon ein wenig Erfahrung gesammelt habe.
Das was ich sehe ist nun mal etwas anderes als das was auf dem Bildschirm sichtbar wird. Du hast es ja auch schon in dem Mond-Thread erwähnt, wenn man den Mond so hell macht im Bild, wie man ihn selbst wahrnimmt oder wahrzunehmen glaubt, dann wird er eine einzige helle Scheibe, am besten er liegt im Erdschatten oder ist nicht Vollmond.
Im ersten Moment erscheinen allerdings die dann dunkleren, wenn auch deutlicherern Bilder, subjektiv viel zu dunkel.
Will auch nicht behaupten dass es umsonst war, absolut nicht! Die Erfahrungen, die ich gesammelt habe, werden mir, hoffentlich, die nächsten Aufnahmen erheblich erleichtern.
Die Aktion mit dem Laptop und Liveview zu testen war es 100% wert! Das Monitorbild der Kamera zeigt ein deutlich brillianteres Bild, als später der Monitor. Ganz abgesehen davon, dass man selbst auf dem großen Monitor der 7D die Schärfe nicht beurteilen kann, im Sucher schon garnicht.
Nur die Scharfstellung am Tele muss ich noch irgendwie in den Griff bekommen, das geht zu schwer.
Ich muss heute abend zu hause die Bilder an meinem Monitor auswerten. Hatte die mir spaßenshalber mit ins Büro genommen, aber der Monitor hier ist zu schlecht, da kann man das nicht ansehen. Der zeigt geschätzt nur Zone 2-9. Hier sind Bilder schwarz, an denen man an meinem Monitor zuhause deutliche Schattierungen zeigt. Habe also nur die unscharfen und verwischten Bilder rauswerfen können. Der Rest heute Abend.
Gruß Thomas



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 Andy

PostRank 9

Mitglied seit 26.10.2007 Beiträge: 828
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Verfasst am 20.06.2011, 13:14:03 Uhr

Hallo Thomas,
der rötliche sieht ganz gut aus, aber beide kommen mir recht weich vor, vermutlich durch das Farbrauschen. mich würde mal interessieren, wie die Bilder mit Deinem Teleskop werden, wenn der Mond normal in Erscheinung tritt, also ohne Mondfinsternis, denn normalerweise, ist der Erdschatten doch wesentlich härter zu sehen und im Schattenbereich sollten dann ja auch die Krater zu sehen sein. Ich vermute mal, dass sich da das Teleskop richtig lohnt.
Gruß Andy



Ausrüstung:
Spiegelreflexkamera Nikon D80,
Spiegelreflexkamera Nikon D90,
Nikon DX 18-135mm 1:3,5-5,6G,
Nikon DX 55-200mm VR 1:4-5,6G
Nikon AF Nikkor 50mm f/1.8D
Stativ: Giottos MTL 3271 B + 3-Wege-Kopf Giottos-MH5001
Blitz: Nikon Speedlight SB-900

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