Verfasst am 27.04.2008, 00:03:28 Uhr

Hallo Bernd,
Willkommen im Forum für digitale Fotografie.
Also als erstes, HDR Fotos werden während der Bildbearbeitung am PC erstellt, Du musst also nichts Spezielles an Deiner Kamera einstellen. Eine spezielle Kamera benötigst Du für die Erstellung von HDR Fotos auch nicht, geht in der Regel mit jeder Kamera, von Vorteil wäre natürlich, wenn Deine Kamera die Fotos im RAW-Format speichern könnte, ist aber nicht nötig.
Jetzt zu Deiner Hauptfrage, was also ist HDR Fotografie --> HDR (High Dynamic Range)
Im Grunde ist die Erstellung eines HDR Fotos nichts Weiteres als eine Technik zur Kontrasterhöhung von Bildern, also die Erzeugung von Bildern mit einem hohen Dynamic Umfang, Als Dynamic Umfang wird der Unterschied zwischen dem Hellsten und dem dunkelsten Punkt in einem Bild bezeichnet.
Bei einem richtigen HDR (es gibt auch so genannte Pseudo HDR Fotos, diese werden in der Regel aus einem RAW gewonnen) werden mindestens drei Fotos von ein und dem gleichen Motiv mit unterschiedlichen Belichtungsstufen benötigt.
Die Fotos sollten am besten mit einem Stativ gemacht werden, um Abweichungen im Motiv zu vermeiden.
Praktisch ist hier eine Kamera, welche automatische Belichtungsreihen unterstützt. Den Rest macht dann eine spezielle HDR Software wie z.B: Adobe Photoshop, ich arbeite hier mit der Version Adobe Photoshop CS3, ob die HDR Unterstützung in älteren Versionen dabei war kann ich jetzt gar nicht so genau sagen. Der einzigste Nachteil an Adobe Photoshop ist der Preis, also wenn Du nur HDR´s erstellen willst, lohnt sich diese Ausgabe nicht wirklich, da gibt es auch günstigere Software wie z.B. Photomatix, oder sogar kostenlos wie z.B. Picturenaut, wie diese Programme genau arbeiten, habe ich leider noch nicht testen können.
Die Programme machen Dir dann aus diesen mindestens 3 Fotos ein HDR Foto mit 32bit Farbinformationen, das resultierende Bild wird dann über ein so genanntes Tone Mapping erzeugt. Beim HDR gibt es verschiedene Variationen, diese Variationen lassen sich in der Regel über einen Schieberegler wählen. Das 32Bit HDR Foto selbst kann kein Monitor wirklich darstellen, sondern eben nur die Variationen.
Das über das Tone Mapping erzeugt Bild ist dann in Wirklichkeit gar keine HDR mehr sondern nur das aus dem HDR erzeugte 16 bit oder 8 bit Resultat. Welches am Ende dann diese gewünschten Kontraste abbildet.
Im folgenden setze ich mal zur Veranschaulichung 3 Quellfotos für ein HDR hier ein und als letztes das Foto nach dem Tone Mapping, welches aus einem HDR erzeugt wurde.

Das überbelichtete Foto

Das normal belichtete Foto

Das unterbelichtete Foto

Das aus dem HDR erzeugte Foto
So ich hoffe ich konnte Dir jetzt in Sachen HDR Fotografie weiterhelfen. Solltest Du noch Fragen haben kannst Du diese natürlich gern stellen, hier verweist Dich sicher niemand auf die Suche, jedes Mitglied ist Willkommen. Fragen, welche ich beantworten kann, werde ich auch beantworten, auch wenn aus Zeitmangel nicht immer sofort.
Gruß Andy



Ausrüstung:
Spiegelreflexkamera Nikon D80,
Spiegelreflexkamera Nikon D90,
Nikon DX 18-135mm 1:3,5-5,6G,
Nikon DX 55-200mm VR 1:4-5,6G
Nikon AF Nikkor 50mm f/1.8D
Stativ: Giottos MTL 3271 B + 3-Wege-Kopf Giottos-MH5001
Blitz: Nikon Speedlight SB-900

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