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André Ziegler
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Thread StarterKaHaWi

PostRank 1



Mitglied seit 10.01.2011
Beiträge: 6

Verfasst am 10.01.2011, 18:18:18 Uhr


Hallo Zusammen,
Hallo Andre,

zunächst einmal möchte ich sagen, dass die HP mir sehr gut gefällt und beim Einstieg in die Welt der digitalen Fotografie viel Licht gebracht hat.

Da ich eigentlich ein Neuling bin, habe ich noch ein paar Fragen, die mir auf der Seele brennen und ich hoffe, dass mir hier geholfen wird, DENN:

ich bin total verwirrt - vielleicht liegt es auch daran, dass ich zuviel gelesen habe!!!

Am Wochenende war ich bereits in einem Fotoladen in meiner Stadt, aber leider war der Verkäufer so arrogant, dass ich relativ schnell die Nase voll hatte nachzufragen.
Jetzt hoffe ich, dass jemand hier Licht ins dunkel bringen kann.

Momentan besitze ich eine Bridge: Canon SX1 IS und bin prinzipiell sehr zufrieden damit. Nun haben wir uns jedoch entschlossen eine Spiegelrefelx-Kamera zu kaufen, da wir sehr viele Landschaften fotografieren und uns wünschen Objektive tauschen zu können und vor allem einen Superweitwinkel nutzen zu können. Als wir kürzlich im Goosenecks State Park waren, waren die Kapazitäten unserer Canon schnell erschöpft - schade!

Wir liebäugeln mit der Canon 60D.

Nun zu meinem eigentlichen Problem:
Wenn ich mir die technischen Daten zur Brennweite der SX1 IS anschaue sagt diese:
5,0-100,0mm (28-560mm, äquivalent zu KB). Wenn ich das richtig verstehe, liegen wir mit 28mm knapp am Weitwinkel, oder (Objektive mit Brennweiten unter 40 mm im Kleinbildformat und unter 28 mm im Digitalformat zählen zu den Weitwinkelobjektiven. )? Also, eigentlich gar nicht mal so schlecht für eine Bridge.
Wenn ich mir nun die favorisierte 60D anschaue mit folgenden Objektiven:
Canon EF 17-85mm 1:4-5.6 IS USM
Canon EF 17-40mm/ 4/ L USM
ist die Verwirrung komplett.
Bei dem Canon EF 17-40mm/ 4/ L USM wird von einem Superweitwinkel gesprochen, aber kein Wort über diese KB Äquivalenz gesprochen. Warum?
Bei dem Canon EF 17-85mm 1:4-5.6 IS USM allerdings heißt es, es wäre ein hervorragendes Universalobjektiv mit effektiven Brennweiten von 27-136mm bei KB.

Was ist denn der große Unterschied der Beiden Objektive? Was bedeutet denn .../4/L USM?
Wenn 17mm 27mm bei KB entspricht und meine jetzige Kamera 28mm bei KB besitzt (Daten oben) habe ich doch eigentlich nicht wirklich viel gewonnen, oder? Wenn zusätzlich das Ende der Brennweite bei 136mm KB liegt und die SX1 IS bis 560 mm KB geht, kann ich doch den Bildauschnitt bei weitem nicht so verkleinern wie mit der SX1 IS, oder?

Vielen Dank für Eure Hilfe!

registrierter User

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Andy



PostRank 9



Mitglied seit 26.10.2007
Beiträge: 828

Verfasst am 10.01.2011, 19:17:51 Uhr


Hallo KaHaWi,

willkommen im Forum.

Der Verkäufer hatte vielleicht einen schlechten Tag, oder war mit der Frage überfordert.
Im Grunde werden die Zahlen für Brennweite und Auflösung so zurecht gebogen, dass es für den Verkauf passt und sich die Werte dann auch richtig toll für den Kunden anhören.

Im Prinzip geht es um die Sensorgröße im Vergleich zum Kleinbildfilm (24 x 36mm) Die Brennweite von Objektiven, bei digitalen Kameras, wird in Anlehnung an dieses Kleinbildformat angegeben und ist eben Abhängig von der Sensorgröße. Der Sensor der gewünschten Canon D60 hat einen Cropfaktor von 1,6, d.h. Der Sensor ist um den faktor 1,6 kleiner als das Kleinbildformat.

Somit ist der Bildausschnitt natürlich um den Faktor 1,6 kleiner als beim Kleinbild. Bei 18mm Brennweite wird bei einem kleinbildformatiken Foto also mehr auf dem Foto sein, als bei Der Canon 60D. Eigentlich entspricht der kleinere Bildausschnitt nur einem digitalen Zoom, denn der Abstand zum Motiv bleibt ja gleich, egal ob mit Kleinbildfilm, oder mit kleinerem Sensor, es ist nur weniger drauf auf dem Bild, was den Schein einer größeren Brennweite vermittelt.

Wenn man ein Foto mit einer Vollformatkamera (24 x 36mm) aufnimmt und ausdruckt und dann den Rand um den Faktor 1,6 abschneidet, erhält man das Gleiche Foto, als wenn man es mit der Canon 60D fotografiert hätte und das mit dem gleichen Objektiv.

Nun hat Deine CANON PowerShot SX1 IS einen noch viel kleineren Sensor
(5 – 100mm entsprechend zum Kleinbild 28-560mm also 560 / 100 = 5,6), mit einem Cropfaktor von 5,6, ein richtiger Minisensor, wo der Bildausschnitt entsprechend zum Kleinbild, natürlich wesentlich kleiner ist. Die Qualität des Fotos kann man aber nicht annähernd mit der Qualität einer DSLR vergleichen. Es ist ja in Wahrheit nur ein Bildausschnitt und nicht wirklich 560mm es sind nach wie vor 100mm es ist eben nur soviel auf dem Bild zu sehen, als wenn man es mit 560mm fotografiert hätte.

Ich hoffe ich konnte etwas Licht ins dunkle bringen und habe Dich jetzt nicht noch mehr verwirrt.

Gruß Andy






Ausrüstung:
Spiegelreflexkamera Nikon D80,
Spiegelreflexkamera Nikon D90,
Nikon DX 18-135mm 1:3,5-5,6G,
Nikon DX 55-200mm VR 1:4-5,6G
Nikon AF Nikkor 50mm f/1.8D
Stativ: Giottos MTL 3271 B + 3-Wege-Kopf Giottos-MH5001
Blitz: Nikon Speedlight SB-900




editiert am: 10.01.2011, 19:20:25 Uhr von: Andy
Seiten Administrator

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Thread StarterKaHaWi

PostRank 1



Mitglied seit 10.01.2011
Beiträge: 6

Verfasst am 10.01.2011, 21:19:12 Uhr


Hallo Andy,

vielen Dank für Deine schnelle und sehr ausführliche Antwort.
Da ich mir noch nicht ganz sicher ob ich das alles so richtig verstanden habe, möchte ich mich schon im Vorfeld für evtl. dumme Fragen entschuldigen :-)

Kannst Du was zu den Objektiven sagen, die ich angegeben habe?
Canon EF 17-85mm 1:4-5.6 IS USM
Canon EF 17-40mm/ 4/ L USM

Bei dem Canon EF 17-40mm/ 4/ L USM wird von einem Superweitwinkel gesprochen, aber kein Wort über diese KB Äquivalenz gesprochen. Warum?

Wenn ich Deine Antwort richtig verstanden habe, wäre meine Interpretation zu den Objetiven:
17mm mit einem Crop-Faktor der 60D von 1,6=27,2.
Wenn ich das einfach mal mit den Daten der SX1 vergleiche (ohne auf die Qualität der Fotos einzugehen) hätte ich im Weitwinkelbereich nicht viel gewonnen (SX1=28mm), oder haue ich da gerade alles durcheinander?

Und warum wird das EF 17-85mm 1:4-5.6 als Superweitwinkel bezeichnet und das andere Objektiv nicht??? Wenn es doch den gleichen Anfang von 17mm hat und bei 85mm endet, warum ist es nicht zwangsweise ein besseres Objektiv?? Ach so, was bedeutet denn die .../4/L in der Bezeichnung?

Eines der gewichtigsten Argumente einer neuen Kamera ist nämlich neben der Foto Qualität vor allem der Weitwinkel - hast Du zufällig eine Empfehlung?

Ich hoffe die Fragen nerven nicht! Ich plane auch mal einen Fotokurs zu machen um ein wenig mehr Plan von der Technik etc. zu bekommen :-)

viele Grüße

registrierter User

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Andy



PostRank 9



Mitglied seit 26.10.2007
Beiträge: 828

Verfasst am 10.01.2011, 22:09:13 Uhr


Hallo KaHaWi,

Ein Objektiv mit einer Bezeichnung wie 17-85mm (17-40mm) hat nun rein gar nichts mit einem Superweitwinkel zu tun, warum diese Bezeichnung zu diesem Objektiv gewählt wurde, ist mir rätselhaft. Weitwinkel Objektive verdienen Ihre Kennzeichnung so um die 12-16mm, als Superweitwinkel würde ich ein Objektiv mit evtl 8mm bezeichnen.

Zitat von: KaHaWi
Kannst Du was zu den Objektiven sagen, die ich angegeben habe?
Canon EF 17-85mm 1:4-5.6 IS USM
Canon EF 17-40mm/ 4/ L USM


Leider kenne ich mich mit Objektiven von Canon überhaupt nicht aus, da ich ausschließlich mit Nikon Kameras arbeite. Evtl meldet sich ja noch jemand mit Canon Erfahrung zu Wort.

Was das Weitwinkel betrifft, so habe ich das Tokina AT X 116 PRO DX Weitwinkel-Zoom-Objektiv - 11 mm - 16 mm in Auge gefasst, das wird wohl meine nächste Anschaffung, das sollte es auch mit Canon Anschluss geben.

Zitat von: KaHaWi
Wenn ich Deine Antwort richtig verstanden habe, wäre meine Interpretation zu den Objektiven:
17mm mit einem Crop-Faktor der 60D von 1,6=27,2.
Wenn ich das einfach mal mit den Daten der SX1 vergleiche (ohne auf die Qualität der Fotos einzugehen) hätte ich im Weitwinkelbereich nicht viel gewonnen (SX1=28mm), oder haue ich da gerade alles durcheinander?


Das hast Du richtig verstanden, im Weitwinkelbereich sollte das nicht viel ausmachen, allerdings sollte der Qualitätsunterschied zu einer DSLR schon deutlich bemerkbar sein.

Gruß Andy






Ausrüstung:
Spiegelreflexkamera Nikon D80,
Spiegelreflexkamera Nikon D90,
Nikon DX 18-135mm 1:3,5-5,6G,
Nikon DX 55-200mm VR 1:4-5,6G
Nikon AF Nikkor 50mm f/1.8D
Stativ: Giottos MTL 3271 B + 3-Wege-Kopf Giottos-MH5001
Blitz: Nikon Speedlight SB-900


Seiten Administrator

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kae

PostRank 3



Mitglied seit 18.11.2009
Beiträge: 67

Verfasst am 11.01.2011, 09:06:17 Uhr


Hallo zusammen,

Superweitwinkel unter anderem, weil ich das Objektiv an eine analoge Spiegelreflexkamera montieren kann. Und, Zitat Produktbeschreibung:

Zitat:
Dieses Superweitwinkelzoomobjektiv erlaubt Ihnen, selbst mit digitalen Spiegelreflexkameras, die eine Mattscheibengröße unter 35 mm besitzen, Weitwinkelaufnahmen zu machen, die den Bereich zwischen einem Superweitwinkelobjektiv von 17 mm und einem Standardobjektiv von 40 mm abdecken.


Wie dem auch sei, es ist ein wirklich gutes Objektiv. Allerdings hat es für die paar Millimeter und f4 seinen guten Preis.

Alternativ bin ich mit Tamron sehr zufrieden, da bekommt man für den Preis einen größeren Brennweitenbereich und teilweise 2,8f als durchgängige Lichtstärke.
Ich hatte letztes Jahr noch ein Canon EF-S 17-55mm/ 2,8/ IS USM, welches knapp 1000€ gekostet hat - ich habe mich später aber, ohne groß zu überlegen, für das Tamron AF 28-75mm 2,8 XR DI LD ASL SP Macro entschieden.

Gruß
André

P.S. USM heißt Ultraschallmotor. Ganz einfach formuliert: Beim Fokussieren stellt sich ein Objektiv recht lautlos und schnell scharf. USM hat gerade in der Sportfotografie seine absoluten Vorzüge. Ich brauche es nicht.

registrierter User

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Thread StarterKaHaWi

PostRank 1



Mitglied seit 10.01.2011
Beiträge: 6

Verfasst am 11.01.2011, 12:39:42 Uhr


Hallo Zusammen,

danke für Eure Hilfe!

Ich bin auch über das Zitat der Canon Produktbeschreibung gefallen, aber leider hat es mir inhaltlich nicht viel gesagt :-(

Wenn einer von Euch noch den Nerv dazu hat, würde ich mich freuen wenn das jemand in Laien-Deutsch übersetzen könnte :-)
Und vielleicht noch eine doofe, sich bei mir immer wiederholende und der 'neuen Erkenntnis aus dem Canon Zitat' zur Folge kommenden Frage: Könnte ich mit dem Objektiv einen größeren Bildausschnitt erzielen als mit meiner jetzigen SX1?

Dankööö

registrierter User

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Andy



PostRank 9



Mitglied seit 26.10.2007
Beiträge: 828

Verfasst am 11.01.2011, 17:45:03 Uhr


Hallo KaHaWi,

Wenn Du das Objektiv an einer Vollformat-Kamera betreibst, dann wirst Du mit Sicherheit einen größeren Bildausschnitt gegenüber Deiner SX erhalten, bei der gewünschten Canon 60D mit einem Cropfaktor von 1,6, wäre der Bildausschnitt nur minimal größer, also im Prinzip kaum bemerkbar.

Was das Zitat betrifft, so sagt es lediglich aus, dass auch mit Kameras mit Cropfaktor noch Aufnahmen im Weitwinkelbereich möglich sind.

28 mm liegen ja auch im Weitwinkelbereich, nur sind es an Kameras mit Cropfaktor keine 17 mm mehr (Im Prinzip eigentlich schon, aber der Bildausschnitt entspricht eben nur noch dem des Crops)

Die Nikon D90 hat z. B. einen Cropfaktor von 1,5, hier entspricht der Bildausschnitt, welcher mit einem 17mm Objektiv abgelichtet wurde, dem eines 25 mm Objektivs, an einer Vollformatkamera.

Gruß Andy






Ausrüstung:
Spiegelreflexkamera Nikon D80,
Spiegelreflexkamera Nikon D90,
Nikon DX 18-135mm 1:3,5-5,6G,
Nikon DX 55-200mm VR 1:4-5,6G
Nikon AF Nikkor 50mm f/1.8D
Stativ: Giottos MTL 3271 B + 3-Wege-Kopf Giottos-MH5001
Blitz: Nikon Speedlight SB-900


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kae

PostRank 3



Mitglied seit 18.11.2009
Beiträge: 67

Verfasst am 11.01.2011, 18:11:48 Uhr


Hallo,

Andy ist halt immer einen Schritt schneller...

Die Brennweite ist immer gleich, diese wird vom Objektiv bestimmt. 50mm = 50mm, egal welche Kamera.
Der Unterschied ist, dass der Sensor deiner anvisierten Spiegelreflex kleiner ist als der Bildausschnitt auf bspw. einer Kamera mit Film (analog) oder einer Vollformatkamera (digital). Daher braucht man für den selben Bildausschnitt unterschiedliche Brennweiten. That\'s all!

Natürlich kann ich jetzt noch mit Bildschirmdiagonalen und Cropfaktor usw. argumentieren, aber das ist nicht das Wichtigste.

Nimm dir eine 60D oder D90 oder was auch immer, eine gute Scherbe drauf und fotografiere. Denn das Foto macht noch immer der Fotograf. Und dann findest du deine eigene Philosophie des Fotografierens, egal ob digital, oder analog, egal ob Vollformat oder Rollfilm, das Ergebnis zählt. Dass das Foto eine Aussagekraft besitzt (und das ist schon schwer genug... ).

Liebe Grüße
André

registrierter User

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Thread StarterKaHaWi

PostRank 1



Mitglied seit 10.01.2011
Beiträge: 6

Verfasst am 12.01.2011, 07:32:06 Uhr


Vielen vielen Dank an Euch.

Na dann darf sich der nächste Verkäufer schon mal auf mich freuen :-))

Einen schönen Tag an Alle.

registrierter User

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