Fotografie Lexikon G-M von Gegenlichtblende bis Motivprogramm



Navigation

Fotolehrgang

Fotografie Lexikon Gegenlichtblende - Motivprogramm

Lexikon Fotografie von Gegenlichtblende bis Motivprogramm

| G | H | I | J | K | L | M |


G

Gegenlichtblende = Die Gegenlichtblende, ist eine Vorrichtung aus Plastik, oder Gummi, welche am vorderen Teil des Objektivs angebracht wird. Der Sinn der Gegenlichtblende ist es, das seitlich einfallende Licht, welches oft für Reflexionen, oder Geisterbilder verantwortlich ist, einzudämmen. Die Gegenlichtblende wird auch oft nur als Stoßschutz für das Objektiv verwendet. Bei Weitwinkelobjektiven kann es bei der Benutzung einer Gegenlichtblende zu Vignettierung kommen.

Gegenlichtkorrektur = Wenn man direkt in das Sonnenlicht fotografieren möchte, oder irgendeine andere Lichtquelle sich hinter dem Objekt, oder dem Motiv befindet, wird in der Regel der Anteil der hellen Bereiche dominieren, die Kamera wird in einem solchen extremen Fall Schwierigkeiten haben, die Belichtungswerte korrekt zu berechnen. Damit der Fotograf die Abbildung zu starker Schatten vermeiden kann, sollte er die Belichtung in diesem Fall korrigieren, also das Motiv entweder länger Belichten, die Blende weiter öffnen, oder mit einem Aufhellblitz arbeiten. Da diese Korrektur der Belichtung bei Gegenlicht Anwendung findet, wird diese in der Fotografie als Gegenlichtkorrektur bezeichnet.

Glanzlichter = Als Glanzlichter werden störende Reflexionen von spiegelnden Oberflächen, wie z.B. Wassertropfen bezeichnet. In diesen Bildbereichen sind keinerlei Farbinformationen enthalten, ähnlich wie bei Spitzlichtern.

Goldener Schnitt = Vom Goldenen Schnitt spricht man in der Fotografie, wenn es um die Bildaufteilung geht. Viele Fotografen neigen dazu, das eigentliche Motiv in die Mitte des Fotos zu platzieren, eine solche Bildeinteilung wirkt oft langweilig. Beim goldenen Schnitt wird das Bild gedanklich in 9 Teile geteilt, jeweils horizontal und vertikal gedrittelt, die dabei gedanklich entstandenen Linien dienen als Orientierung zur Platzierung des Motivs. Das Motiv sollte sich beim goldenen Schnitt zu jeweils einem drittel auf den Schnittpunkten der gedachten Linien befinden.



H

Hi Color = High Color Als Hi Color werden Farbdarstellungen mit einer Farbtiefe von mindestens 15 Bit 215 = 32.768 Farben bezeichnet. Farbtiefen von 15 Bit werden in erster Line von Macintosh-Rechnern verarbeitet. Bei Windows-Systemen spricht man bei Hi Color von einer Farbtiefe von mindestens 16 Bit 216 = 65.536 Farben.

Hohlkehle = In der Fotografie, hauptsächlich in der Produktfotografie, werden um Schattierungen und um störende Waagerechte Linien zu vermeiden gewölbte Kartons, oder Kunststoffe als Hintergrund, für das Motiv verwendet. Bei dieser gewölbten Oberfläche wird in der Fotografie von einer Hohlkehle gesprochen.



I

Image Tank = Als Image Tanks werden Speichermedien bezeichnet, auf denen der Fotograf die auf der Speicherkarte der Kamera befindlichen Daten übertragen und sichern kann. Da Image Tanks in der Regel ein deutlich höheres Speichervolumen besitzen, als herkömmliche Speicherkarten, kann der Fotograf so seine Aufnahmen nicht nur sichern sondern gleichzeitig seine Speicherkarte immer wieder formatieren, um diese gleich wieder nutzen zu können.

Integralmessung = Die Integralmessung ist eine Belichtungsmessung, welche sehr häufig Anwendung findet. Bei der Integralmessung, wird der gesamte Bereich des Bildfeldes zur Belichtungsmessung herangezogen.

ISO = International Standard Organisation Der ISO-Wert, auch bekannt als ISO-Geschwindigkeit, beschreibt die Lichtempfindlichkeit von Filmen in der analogen, bzw. die Lichtempfindlichkeit der Bildsensoren, in der digitalen Fotografie. Bei niedrigen ISO-Werten, benötigt ein Film, oder der Sensor mehr Licht für eine Ausreichende Belichtung, eines Fotos, als bei hohen ISO Werten. Hohe ISO Werte können jedoch durch die höhere Lichtempfindlichkeit bei Filmen zu einer art Körnigkeit, bzw durch die Verstärkung des Bildsignals bei Sensoren zu einem Bildrauschen führen.



J

JPG = JPG ist ein Bildformat, welches bei den meisten Kameramodellen als Dateiformat zur Speicherung für Fotos benutzt wird. Das JPG-Format eignet sich besonders zur Komprimierung von Bildinformationen. Mehr dazu JPG-Format



K

Kalibrierung = Wenn in der Fotografie von Kalibrierung die Rede ist, geht es in erster Linie um die Abstimmung des Monitors an die Farben des Druckers, da viele Monitore nicht mit dem späteren Druckbildes übereinstimmen, lassen sich bei der Bildbearbeitung die Farben oft nicht richtig beurteilen. Sicher gibt es Hilfsmittel wie Histogramme, doch fällt dem Fotografen die Bildbearbeitung in der Regel deutlich leichter, wenn der Monitor mit dem Druckbild abgeglichen, also kalibriert wurde.

Kleinbildformat = Das Kleinbildformat, auch bekannt als 35mm Format, stammt ursprünglich aus dem Bereich der analogen Fotografie, und war das meistverbreitete Bildformat (24 x 36 mm). Das Kleinbildformat wird heute gern als Bezug zu den Bildsensoren, der heutigen digital Kameras herangezogen, welche in der Regel eine kleiner Fläche besitzen, die Differenz wird hier oft als Kropfaktor bezeichnet. Oft wird Anhand des Kropfaktors einem Objektiv an einer Digitalkamera eine größere Brennweite als die original Brennweite zugesagt, was aber nicht ganz richtig ist, da in Wirklichkeit sich ja nicht die Brennweite ändert, sondern sich nur der Bildausschnitt Aufgrund der kleineren Sensorfläche verkleinert, was nur den Eindruck einer größeren Brennweite erweckt.

Kompaktkamera = Fotoapparate, welche durch ihre geringen Maße und durch Ihr geringes Gewicht auffallen, werden in der Regel als Kompaktkameras bezeichnet. Kompaktkameras sind Aufgrund Ihrer kompakten Eigenschaften auch die am meisten verkauften Kameras. Früher wurde diesen Kompaktkameras eine geringe Bildqualität zugesagt, heute trifft das nicht mehr zu, viele der heute hergestellten Kompaktkameras liefern beeindruckende Bilder.



L

Langzeitbelichtung = Von Langzeitbelichtung ist in der Fotografie die Rede, wenn es darum geht, den Film, oder den Sensor mehrere Sekunden zu belichten. Das kann nötig sein, um bei schlechten Lichtverhältnissen, trotzdem eine optimale Belichtung der Fotografie zu erreichen. Die Langzeitbelichtung wird im extremen in der Astrofotografie verwendet, so lassen sich auf Fotos, welche einer Belichtungszeit von mehreren Minuten ausgesetzt waren sogar Sternspuren nachweisen, dies nennt man auch Sternspurfotografie. Langzeitbelichtungen, lassen sich aber auch als gestalterisches Merkmal von Fotografien verwenden, so kann der Fotograf bei einer längeren Belichtungszeit z.B. fließendes Wasser abbilden, er kann so also eine gewisse Dynamik auf das Foto bringen. Durch die längere Belichtungszeit muss ggf. die Blende entsprechend eingestellt werden, so dass das Foto nicht überbelichtet wird, dies wird auch gern mit einem Graufilter kombiniert.

Langzeitsynchronisation = Die Langzeitsynchronisation bezeichnet eine spezielle Blitztechnik, die Ihre Anwendung bei längeren Belichtungszeiten findet. Die Dauer des Blitzlichtes ist dabei wesentlich kürzer, als die Belichtungszeit. Ziel dieser Langzeitsynchronisation, ist es stimmungsvolle Fotos zu erzeugen.

Leitzahl = Die Leitzahl bezeichnet die Maßeinheit mit der die Lichtstärke eines Blitzgerätes eingestellt wird. Die Berechnungen basieren in der Regel auf dem ISO Wert von 100 und werden auch von den meisten Herstellern, bezogen auf diesem ISO Wert angegeben. Die Reichweite eines Blitzes berechnet sich aus der Leitzahl und Blende. Grober Richtwert: Abstand des Blitzlicht zum Objekt in Meter ergibt den Blendewert



M

Makro Konverter = Ein Makro Konverter, ist eine Vorrichtung, welche am Objektiv angebracht wird, um die Baubedingte Mindestdistanz vom Objektiv zum Motiv zu verkürzen, um selbst kleinere Objekte Format füllend abbilden zu können. Ein solcher Konverter wird oft als günstige Alternative, zu einem speziellen Makroobjektiv, welches oft wesentlich teurer gehandelt wird, angesehen. Doch muss bei der Verwendung eines solchen Konverters immer mit Lichteinbußen gerechnet werden. Ein Makro-Konverter kann im Regelfall ein hochwertiges Makroobjektiv nicht ersetzen.

Makro Objektiv = Als Makro Objektive werden spezielle Objektive bezeichnet, die es dem Fotografen erlauben, mit der Kamera sehr nah an das zu fotografierende Objekt heranzugehen. Makro Objektive ermöglichen es somit, kleine Objekte Formatfüllend abzubilden.

Makrofotografie = Die Makrofotografie, auch als Nahfotografie bezeichnet, findet Ihren Einsatz, wenn es darum geht kleine Objekte 1:1, also Formatfüllend, oder 1:2 - 1:4 annähernd Formatfüllend abzubilden. Für diesen Themenbereich der Fotografie, gibt es spezielle Makroobjektive, welche es dem Fotografen ermöglichen, mit seiner Kamera sehr nah an das Objekt heran zugehen, ohne dass das Motiv unscharf wird. Im Gegensatz zu den normalen Objektive, bei denen Objekte in der Regel nicht größer als 1:7 abgebildet werden können, sind die Möglichkeiten eines Makroobjektives in diesem Fall deutlich besser.

Mehrfachbelichtung = Bei der Mehrfachbelichtung wird der Sensor von digitalen Kameras, oder der Film bei analogen Kameras, wie es der Name schon sagt mehrfach belichtet. Das kann durchaus gewollt sein, bei länger geöffnetem Verschluss, lassen sich z.B. durch auslösen von mehreren Blitzlichtern eindrucksvolle Fotos erstellen, aber auch wenn sich das zu fotografierende Objekt, während der Belichtung bewegt, kann es zu einer Mehrfachbelichtung kommen, in diesem Fall kann es passieren, dass das Objekt mehrmals auf dem Foto sichtbar wird.

Messfeldsteuerung = Die Messfeldsteuerung ist ein Menüpunkt, welcher in den meisten höherwertigen Kameramodellen verfügbar ist, in der Messfeldsteuerung wird festgelegt, wo der Autofokus der Kamera fokussieren soll. Es wird in der Regel zwischen Einzel- Dynamisch oder automatischen Messfeldern unterschieden. Der Autofokus, sowie der Kamerainterne Belichtungsmesser richten sich im Regelfall nach den einzelnen Messfeldern, im Bezug auf die einzelnen Messungsarten wie z.B. Spotmessung, oder die Integralmessung.

Mittenbetonte Integralmessung = Die Mittenbetonte Integralmessung ist ein Messverfahren, bei der die aktuelle Lichtsituation im mittleren Bildbereich berücksichtigt wird, der Rest des Bildfeldes wird jedoch integral mitberücksichtigt.

Motivprogramm = Motivprogramme sind vordefinierte Programme, welche an den meisten Kameramodellen über ein Drehrad erreichbar sind. Blende und Belichtungszeit sind in dem jeweiligen Motivprogramm fest definiert, so dass diese der jeweiligen Aufnahmesituation entsprechen und dienen der Erleichterung des Fotografen. Bekannte Motivprogramme sind z.B. Panoramamodus, Portraitmodus, Sportmodus und Makromodus.



Fotografie Lexikon

Fotogalerie

Neues